Strom sparen

Strom sparen ist nicht nur ein finanzielles Anliegen sondern hat auch einen ökologischen Hintergrund, denn die immer noch sehr dominante Stromerzeugung aus Kohle, Atomkraft, Erdgas oder anderen konventionellen Energiequellen zehrt an den Energiereserven unserer Erde.

Strom kann überall in unserem täglichen Leben gespart werden - zuhause, in der Arbeit, auf Veranstaltungen und in vielen anderen Bereichen unseres Daseins. Wer Strom spart tut nicht nur seiner Umwelt etwas Gutes, sondern wird das auf lang oder kurz auch in seiner Haushaltskassa spüren.

 

Zu Hause Strom sparen

Die steigenden Energie- und vor allem Stromkosten beschäftigen viele Haushalte in ganz Deutschland. Dennoch wissen die Wenigsten, dass es sehr viele Möglichkeiten gibt, Strom im täglichen Leben zu Hause zu sparen – und das ganz ohne Verlust an Wohlbehagen und Komfort! In Bezug auf die Haushaltsgeräte gibt es das meiste Einsparungspotenzial. Wussten Sie beispielsweise, dass rund ein Drittel des gesamten Stromverbrauchs für die Haushaltsgeräte, wie Kühlschrank, Waschmaschine, Gefrierkombination usw. verursacht wird?

Besonders wichtig ist es daher, schon beim Kauf, auf die sogenannte Energieeffizienz zu achten, denn schon so kann man einiges an Strom sparen. So verbraucht ein Kühlschrank oder Gefriergerät mit der Effizienzklasse A++ beispielsweise oft bis zu 45 Prozent weniger Strom, als ein Gerät der Klasse A. Auch bei der Frage ob der Kühlschrank eine Gefrierkombination inkludieren soll oder nicht, sollte man gut überlegen, denn mit einem Kühlschrank ohne Kühlfach verbraucht man fast 25 Prozent weniger Strom.

Zu den großen Geräteriesen gibt es aber auch kleinere elektrisch betriebene Geräte, die in Summe auch einiges an Strom „fressen“. Dazu zählen beispielsweise Notebook, Drucker, Modem, Beleuchtungen oder ähnliches. Wer seine Geräte gerne im Stand-by Modus belässt, der benötigt in etwa 10 Prozent  mehr Gesamtstrom, als wenn die Geräte komplett ausgeschaltet werden würden. Wer diese Tipps berücksichtigt, kann schon einiges an Strom einsparen und damit auch den Geldbeutel schonen. Auf Nummer sicher kann man jedoch gehen, indem man sich ein Strommessgerät ausborgt. So erkennt man schnell, welche Geräte die Stromräuber im Haushalt sind und eventuell gegen effizientere Geräte ausgetauscht oder komplett weggestellt werden sollten.

Strom sparen im Büro

Auch in den Büros steigt der Stromverbrauch jährlich um durchschnittlich 1,6 Prozent. Der gesamte Stromverbrauch eines Menschen wird nahezu zur Hälfte im Büro verursacht. Mit wenigen Tricks kann man den Stromverbrauch im Büro jedoch um eben diese Hälfte reduzieren. Ein besonders wichtiger Aspekt beim Strom sparen im Büro ist auch hier die Anschaffung. Bereits beim Ankauf neuer Geräte sollte man so auf die Stromeffizienz achten. Abgesehen davon spielt aber auch die Beleuchtung eine wichtige Rolle beim Stromverbrauch. Viele Büros werden mit gewöhnlichen Leuchtstoffröhren beleuchtet. Verwendet man hier allerdings Alternativen, wie etwa die modernen Spiegelrasterleuchten, kann man bei gleicher Helligkeit bis zu 75 Prozent an Strom sparen, was sich am Ende des Jahres auch klar in den Bilanzen niederschlägt.

Wer jetzt glaubt, dass der größte Vorteil des Stromsparens im Büro beim Chef liegt, hat grundsätzlich natürlich Recht, dennoch hat das Strom sparen im Büro auch erhebliche Vorteile in anderen Bereichen. So entlastet der sparsame Umgang mit dem elektrischen Strom natürlich in erster Linie unsere Umwelt. Auf der anderen Seite werden dadurch im weitesten Sinne auch die Arbeitsbedingungen verbessert. Weniger Lärm und weniger Abwärme durch veraltete oder überflüssige elektrische Geräte nützen keinem Mitarbeiter sondern sorgen vielmehr für Kopfschmerzen. Um die positiven Aspekte des Stromsparens im Büro nutzen zu können, muss man aber nicht gleich alle Geräte austauschen – schon kleine Tipps helfen hier. So sollte man beispielsweise die Energiesparfunktion beim PC aktivieren.

Der Bildschirm sollte unbedingt ausgeschaltet werden, wenn er nicht gebraucht wird. Auch ein Standby Gebrauch von Kopierern, Druckern oder PCs sollte auf ein Minimum reduziert werden. Auch das Faxgerät verbraucht viel Strom – überlegen Sie sich andere Wege! Generell sollte man auch im Büro einmal genau darüber nachdenken, ob ein Elektrogerät wirklich Sinn macht oder ob es nicht vielleicht ohne Probleme auch in die Ecke gestellt werden könnte. Sehr viele Energieräuber in unseren Büroräumen sind tatsächlich größtenteils nur aus Bequemlichkeit und Gewohnheit in Betrieb.