Strom für private Haushalte
Privatkunden als Stromabnehmer stöhnen über immer höhere Kosten bei der jährlichen Abrechnung. Nicht alle Kostensteigerungen sind allerdings auf die Erhöhungen von Strompreise zurückzuführen, auch wenn diese in der Vergangenheit ständig angezogen haben. Im Durchschnitt steigt einfach der Stromverbrauch in privaten Haushalten an. Untersuchungen haben ergeben, dass die Ausgaben für den Strom in privaten Haushalten teils bis zu 43 % innerhalb der vergangenen fünf Jahre angestiegen sind. Ebenfalls ist festzustellen, so der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft in Deutschland, dass der Verbrauch von Strom in den Haushalten um Größen von 4,8 % bis 14,1 %, je nach Größe des Haushalts und Ausstattung des Haushalts, zugenommen hat.
Obwohl immer wieder Appelle zum sparsamen Umgang mit Strom laut werden, nehmen Geräte mit elektrischem Betrieb in den Haushalten zu. Das Ausmaß festzustellen, dazu reicht die einfache Auflistung, was alles im jeweiligen Haushalt nicht mehr möglich wäre, wenn das Stromnetz plötzlich seinen Dienst versagen würde. Da ist das Telefon, der Computer, die Kochstelle, die Waschmaschine einschließlich Trockner, Kühlgeräte, Kaffeezubereitung, Wecker, TV und Radio, Heimkino und was dergleichen mehr ist. Hinzu kommen noch all die Geräte, die zwar nicht ständig an der Steckdose hängen, aber immer wieder aufgeladen werden müssen. Da wir nun einmal in einer Zeit leben, in der technische Neuheiten sich regelrecht überschlagen, nimmt der erhöhte Stromverbrauch eigentlich nicht wunder.
Strom sparen und wechseln
Zwei Möglichkeiten haben private Verbraucher, bei ihrer Stromrechnung auf die Bremse zu treten. Einerseits gilt es im eigenen Haushalt wirklich alle Stromfresser ausfindig zu machen. Das sind vielfach überalterte Elektrogeräte, gerade bei den Großgeräten ist der Verbrauch bei alten Geräten sehr hoch. Hinzu kommen viele neue Geräte, die oft über das ganze Jahr im Standby betrieben werden. Eine kurze Umschau in einer Familie reicht, um zu sehen, wie viele Geräte Strom schlucken, obwohl sie niemand gerade benutzt.
Vom Fernseher über den Videorecorder, die Musikanlagen und den Computer und mehr hängt alles am Netz und zieht nur dafür Strom, damit die Möglichkeit gegeben ist, das Gerät vielleicht über eine Fernbedienung in Betrieb zu nehmen. Der Gang zum Gerät und das direkte Einschalten und Ausschalten kann dabei über die Monate schon gut sparen. Bei Elektrogeräten, die Wasser erwärmen oder kühlen, sollte darauf geachtet werden, dass sie nicht mehr als die nötige Temperatur hergeben. So gibt es viele Kostfallen im Haushalt, über die oft nicht nachgedacht wird, die aber die Stromrechnung hoch treiben.
Die andere Möglichkeit ist der Wechsel des Stromanbieters. Hier können teils sogar um die 400 Euro im Jahr eingespart werden. Im Durchschnitt sind jedoch Einsparungen von über 250 Euro im Jahr sehr realistisch. Zusammen mit Sparmaßnahmen beim Stromverbrauch ergibt das schon sehr ansehnliche Summe im Verlauf eines Jahres.
Großfamilien sparen mit besonderen Tarifen
Einmal geben die Tarifvergleiche für Strom im Internet und die Tarif- und Verbrauchsrechner schon eine sehr gute Möglichkeit, zu sehen, welcher Anbieter für den eigenen Haushalt den günstigsten Strom zur Verfügung stellt. Einige Anbieter stellen noch für besonders große Haushalte, für Großfamilien mit einem Verbrauch von mehr als 6.000 KWH oder über 8.000 KWH im Jahr Sondertarife vor. Teils handelt es sich hier um Angebote von regionalen Stromanbietern. Es lohnt sich also, in den Vergleichen online nach solchen Angeboten zu sehen.
Besonders effizient ist teilweise noch zusätzlich zu sparen, wenn Tarife mit Vorauszahlungen in Anspruch genommen werden. Da diese Unternehmen nicht das Risiko von Zahlungsverzögerungen, Zahlungsausfällen und Mahnverfahren einkalkulieren müssen, können sie die Preise oft noch besser kalkulieren. Es muss allerdings dann auch überlegt werden, ob die eigene wirtschaftliche Situation die Vorauszahlung erlaubt ohne vielleicht anderswo dadurch in die Schuldenfalle zu geraten.
Obwohl es so viele Stromanbieter gibt und der Wechsel durch die komfortablen Online Funktionen der Vergleichs-Portale im Internet so leicht gemacht wird, ist noch immer ein großer Teil der privaten Stromkunden über viel zu lange Zeit einem Anbieter treu. Das zahlt sich leider nicht aus, und erst recht nicht für große Haushalte mit hohem Verbrauch. Geld sparen durch Wechsel kostet nichts, nicht einmal viel Zeit.
