Fahrschulen in Deutschland – Interessante Zahlen und Fakten
In Deutschland ist das Führen eines Kraftfahrzeugs laut Gesetz nur Personen gestattet, die über eine entsprechende Fahrerlaubnis, die als Führerschein bezeichnet wird, verfügen. Eine solche Fahrerlaubnis kann nur von zertifizierten Fahrschulen in Deutschland ausgestellt werden. Grundlage des Fahrschulunterrichtes sind verschiedene Unterrichtseinheiten, die sich in Theorie und Praxis gliedern. Der Fahrschüler erlernt somit theoretische Grundlagen ebenso wie ein angemessenes Fahrverhalten im Straßenverkehr.
Die Ausbildung im Rahmen einer Fahrschule ist bundesweit einheitlich geregelt. Durchschnittlich kostet ein Führerschein in Deutschland aktuell rund 1300 Euro. Dies geht aus einer Studie eines Autoportals hervor. Hierbei sind die regionalen Unterschiede teilweise sehr deutlich. Ein Fahrschüler in Baden-Württemberg beispielsweise muss etwa doppelt so viel für einen Führerschein bezahlen wie ein Fahrschüler in Sachsen-Anhalt. In Bayern kostet ein Führerschein generell am meisten.
Die preislichen Unterschiede im Rahmen des Führerscheins schwanken in Deutschland zwischen 800 und 2.000 Euro. Diese preislichen Diskrepanzen machen sich sowohl im Theorieunterricht als auch bei den Kosten für Lehrmaterialien, den praktischen Fahrstunden und der eigentlichen Fahrprüfung bemerkbar. Durchschnittlich kostet die Fahrprüfung in Deutschland rund 105 Euro. Das günstigste Angebot konnte in Sachsen-Anhalt mit 45 Euro ermittelt werden. Das teuerste Angebot hingegen schlug mit 225 Euro in einer Fahrschule in Nordrhein-Westfalen zu Buche.
Welchen Sinn und Zweck erfüllt eine Fahrlehrerversicherung?
Welchen Sinn und Zweck erfüllt eine Fahrlehrerversicherung?
Bei einer Fahrlehrerversicherung handelt es sich um eine spezielle Versicherung, die für all jene Personen angeboten wird, die ihren Beruf im Fahrlehrerwesen ausüben. Im Wesentlichen umfasst eine Fahrlehrerversicherung verschiedene versicherungstechnische Komponenten, wie beispielsweise eine Kfz-Versicherung, eine Unfallversicherung, eine Sachversicherung und eine Haftpflichtversicherung. Die Komponente der Unfallversicherung beinhaltet sowohl eine Fahrschüler-Unfallversicherung als auch eine private Unfallversicherung. Darüber hinaus existieren weitere ergänzende Rechtsschutz- und Schutzbriefversicherungen.
Hierzulande werden Fahrlehrerversicherungen vorwiegend von der speziellen Fahrlehrerversicherung VaG angeboten. Hierbei handelt es sich um einen „Verein auf Gegenseitigkeit“, der im Jahre 1952 in Stuttgart gegründet wurde. Im Rahmen der Fahrlehrerversicherung der VaG dürfen sich grundsätzlich nur Fahrlehrer selbst, Mitarbeiter im Bereich der Kfz-Überwachung sowie Kfz-Sachverständige und die Familienangehörigen der genannten Personengruppen versichern. Auch Personen, die im Bereich der Verordnungen und Überwachungen des Fahrlehrerwesens bei Bund oder Kommunen beschäftigt sind, sind im Rahmen einer Fahrlehrerversicherung versicherungsberechtigt.
Wann macht der Abschluss einer Fahrlehrerversicherung Sinn?
Auch dem besten Fahrlehrer ist es nicht immer möglich, zu verhindern, dass das jeweilige Fahrschulfahrzeug in einen Unfall involviert wird. Die Schuld trifft in diesem Fall grundsätzlich nicht die Fahrschüler, weil es Aufgabe der Fahrschule und des Fahrlehrers ist, entsprechende Sorge dafür zu tragen, dass sich kein Unfall ereignen kann. Da Fehler jedoch nur allzu menschlich sind und somit auch einem Fahrlehrer passieren können, ist der Abschluss einer entsprechenden Fahrlehrerversicherung für den Fahrlehrer selbst und die Fahrschule eine empfehlenswerte, wenn auch freiwillige Versicherung. Bei Eintreten des Leistungsfalles werden finanzielle Nachteile resultierend aus entsprechenden Personen- und Sachschäden von der jeweiligen Versicherung der Fahrschule ausgeglichen. Eine gewöhnliche Kfz-Versicherung hilft in diesem Fall nicht weiter. Vielmehr wird eine besondere Versicherung benötigt, welche nicht nur die Insassen, sondern auch das Lehrfahrzeug in ausreichendem Maße schützen kann. In dieser Hinsicht fungiert die Fahrlehrerversicherung als durchweg empfehlenswerte Versicherungsform, die speziell für Fahrschulen entwickelt wurde.
Insbesondere bei Omnibussen und Lkw werden besondere Versicherungen angeboten, die sich nur auf entsprechende Lehrfahrzeuge einer Fahrschule erstrecken und entsprechende Gültigkeit haben. Die genauen Tarifbestimmungen und versicherungsrechtliche Einzelheiten sollten bei Unklarheiten rund um den Versicherungsschutz der Versicherungspolice entnommen werden. Vor Abschluss einer entsprechenden Fahrlehrerversicherung empfiehlt es sich, die genauen Konditionen und Tarife des jeweiligen Versicherungsgeschäftes ausführlich zu studieren, sodass man einen schnellen Überblick über den Leistungsumfang der jeweils gewählten Fahrlehrerversicherung erhalten kann.
Vor dem Abschluss einer Fahrlehrerversicherung sollte in jedem Fall ein Vergleich der einzelnen Konditionen und Tarife der jeweiligen Versicherungsträger durchgeführt werden. In diesem Zusammenhang ist es besonders empfehlenswert, nicht nur auf die Kosten zu achten, die im Rahmen eines Versicherungsvertrages auf die Fahrschule zukommen, sondern vielmehr, dass eine ausreichende Absicherung im Fall der Fälle gewährleistet sein kann.
