Warum ist eine Berufsunfähigkeitsrente bei einer Berufsunfähigkeit so wichtig?
Im Bereich der Vorsorge und der persönlichen finanziellen Absicherung sind heute viele Aspekte von entscheidender Bedeutung. Neben den Schadensversicherungen und der Altersvorsorge, wie etwa einer Rürup-Rente oder einer Riester-Rente, sind nicht zuletzt die Berufsunfähigkeitsversicherungen immer wichtiger geworden. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt bei Eintritt einer Berufsunfähigkeit eine Berufsunfähigkeitsrente an den Versicherungsnehmer.
Eine adäquate finanzielle Absicherung im Falle von Berufsunfähigkeit ist ein heutzutage wichtiges Thema für jeden Arbeitnehmer oder freiberuflich bzw. selbstständig Tätigen. Der Verlust der Arbeitskraft geht in der Regel einher mit finanziellen Engpässen, die sich vor allem schmerzlich im Bereich der Rückführung möglicher Kredite bemerkbar machen können. In aller Regel ist der monatliche Verdienst aus Arbeit ein fester Bestandteil des finanziellen Budgets. Ein Wegfall dieser Einnahmequelle durch eine Berufsunfähigkeit kommt oftmals dem finanziellen Ruin für eine Person gleich, wenn keine finanzielle Absicherung in Form einer Berufsunfähigkeitsversicherung vorliegt.
Die staatliche Berufsunfähigkeitsversicherung ist hingegen kaum noch dazu in der Lage, eine angemessene Berufsunfähigkeitsrente zu bezahlen, mit deren Hilfe die finanzielle Grundlage eines Menschen sichergestellt werden kann. Bei jungen Personen, bei denen eine Berufsunfähigkeit diagnostiziert wird, tritt die gesetzliche Berufsunfähigkeitsversicherung gar nicht mehr in Leistung.
Letztlich handelt es sich bei der eigenen Arbeitskraft um eines der wertvollsten Dinge, die ein Mensch heutzutage besitzt. Aus diesem Blickwinkel betrachtet ist eine ausreichende Absicherung der eigenen Arbeitskraft in Form einer Berufsunfähigkeitsversicherung heutzutage für jede Person Pflicht, auch wenn es sich bei der Berufsunfähigkeitsversicherung nach wie vor um eine private Versicherungsform handeln.
Die frühere Berufsunfähigkeitsrente und die heutige staatliche Berufsunfähigkeitsversicherung
Die großen Unterschiede zwischen der früheren Berufsunfähigkeitsrente und der heutigen gesetzlichen Berufsunfähigkeitsversicherung werden anhand verschiedener Zahlen deutlich, mit denen sich die frühere Berufsunfähigkeitsrente und die staatliche Berufsunfähigkeitsversicherung der heutigen Zeit vergleichen lassen. Während eine von Berufsunfähigkeit betroffene Person im Rahmen der früheren Berufsunfähigkeitsrente noch mit rund 65 % des letzten Nettoeinkommens rechnen durfte, zahlt die heutige Berufsunfähigkeitsversicherung durch den Gesetzgeber nur etwa 37 % des letzten Nettoverdienstes, wobei es sich natürlich um eine Summe handelt, die kaum die finanzielle Existenz eines Menschen sichern kann.
Die Definition des Leistung- und Versicherungsfalles der früheren Berufsunfähigkeitsrente und der heutigen gesetzlichen Berufsunfähigkeitsversicherung bildet ein weiteres Problem für den Betroffenen. Während eine Person eine Berufsunfähigkeitsrente immer dann Anspruch nehmen konnte, wenn der Betroffene seinen Beruf nicht mehr ausüben konnte, ist es bei der heutigen staatlichen Berufsunfähigkeitsversicherung so, dass die Versicherung erst in Leistung tritt, wenn der Betroffene keiner zumutbaren Arbeit mehr nachgehen kann.
Worauf sollte im Rahmen der Berufsunfähigkeitsrente geachtet werden?
Im Rahmen einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung lässt sich diese Klausel jedoch bewusst vom Antragsteller negieren. Durch einen Verzicht auf eine sogenannte „abstrakte Verweisung“ ist es dem Versicherungsträger nicht möglich, dem Antragsteller die Leistung zu verweigern, wenn er noch in einem anderen Beruf als dem zuletzt ausgeübten arbeiten kann. Befand sich der Antragsteller somit beispielsweise in einem Fachbetrieb für Textilbedarf, kann der Versicherungsträger im Rahmen einer Berufsunfähigkeitsversicherung nicht von ihm verlangen, dass der Betroffene stattdessen eine gärtnerische Tätigkeit oder eine Anstellung in einem Büro ausgeübt. Dem Versicherungsnehmer ist es jedoch freigestellt, aus eigenen Stücken neben dem Bezug der Berufsunfähigkeitsrente einen Nebenjob auszuüben, dem er gemäß seinen Kräften nachgehen kann.
Da sich die Bedingungen und Tarife der verschiedenen Versicherungsgesellschaften im Rahmen der Berufsunfähigkeitsversicherung durchaus voneinander unterscheiden können, lohnt es sich für den Antragsteller vor Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung in jedem Fall, einen Versicherungsvergleich durchführen zu lassen, sowohl um die laufenden Kosten im Rahmen der Berufsunfähigkeitsversicherung so niedrig wie möglich zu halten und zum anderen um den Betrag der Berufsunfähigkeitsrente zu maximieren. Zu diesem Zweck ist ein Versicherungsvergleich als wertvolles, kostenfreies und unverbindliches Instrument anzusehen. Ein entsprechender Vergleich kann heutzutage schnell und bequem über das Internet durchgeführt werden, ohne dass dem Einzelnen hierdurch zusätzliche Kosten entstehen würden.
