Wissenswertes rund um eine Beamtenversicherung
Beamte nehmen hierzulande aus beruflicher Sicht eine Sonderstellung ein. Als Staatsdiener verfügen sie über verschiedene Privilegien, die sich auch auf den Versicherungsbereich auswirken können. Heutzutage werden Angestellte im Öffentlichen Dienst ebenso wie Beamten spezielle Beamtenversicherungen angeboten, die verschiedene Risiken für den Einzelnen abdecken sollen.
Grundsätzlich sind Beamtenversicherungen freiwillig wählbar und können mit zusätzlichen Leistungen als preisgünstige Spezialtarife abgeschlossen werden. Der jeweilige Leistungskatalog der Beamtenversicherung lässt sich durch den Versicherungsnehmer individuell zusammenstellen. Dies geschieht nach dem Baukastenprinzip. Der Versicherungsnehmer kann somit selbst entscheiden, welche Leistungen für ihn persönlich im Rahmen einer Beamtenversicherung bedeutsam sind und auf welche er verzichten kann oder möchte.
Generell werden deutsche Beamte seitens des Staates finanziell besonders gefördert und erhalten im Allgemeinen eine besonders hochwertige Versorgung in verschiedenen Lebensbereichen, die sich deutlich von der von Angestellten, Arbeiter oder Unternehmern abhebt. Trotz dieser Tatsache sollte sich jeder Beamte zusätzlich absichern, um den erworbenen Lebensstandard auch nach Unfällen, Krankheiten oder im Alter halten zu können. Der jeweilige Bedarf für Beamtenversicherungen bemisst sich stets anhand der persönlichen Lebensumstände, dem individuellen Wunsch und dem jeweiligen Dienstverhältnis des Beamten oder Angestellten im Öffentlichen Dienst.
Grundsätzlich zählen die Haftpflicht-, die Dienstunfähigkeits- und die Krankenversicherung zu den wichtigsten Vorsorgeprodukten im Bereich der Beamtenversicherungen.
Die verschiedenen Versicherungsformen im Rahmen einer Beamtenversicherung
Bei Beamten greift generell nicht die gesetzliche Versicherungspflicht, was bedeutet, dass jeder Beamte seine Versicherung frei wählen kann. Viele Beamte machen sich jedoch im Allgemeinen zu wenig Gedanken darüber, welche Versicherungen für sie relevant und hilfreich sein können. Um besondere berufsspezifische Risiken zu tragen, wie dies beispielsweise im Rahmen der besonderen Haftungspflicht eines Beamten der Fall ist, sollte eine entsprechende Haftpflichtversicherung für Beamte abgeschlossen werden. Um die Beihilfe zu Krankenversicherung, die vom jeweiligen Dienstherrn angeboten wird, sinnvoll zu ergänzen, ist der Abschluss einer privaten Krankenversicherung von Vorteil.
Generell sind Beamte von der Pflicht zur gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland befreit. Dies bedeutet, dass Beamten der Abschluss einer privaten Krankenversicherung offen steht. Diese zeichnet sich im Allgemeinen durch einen hohen Leistungsumfang aus, der weit über den der gesetzlichen Krankenversicherung hierzulande hinausgeht.
Grundsätzlich erstatten der Arbeitgeber von Angestellten im Öffentlichen Dienst, die über einen Anspruch auf Beihilfe verfügen, sowie der Dienstherr von Beamten (also das Land oder der Bund) einen Teil der anfallenden Kosten im Falle von Krankheit. Die übrigen restlichen Kosten können Beamte durch eine spezielle private Krankenversicherung für Beamte absichern lassen.
Die einzelnen Leistungsprodukte einer Beamtenversicherung
Die Dienstunfähigkeitsversicherung ist in Deutschland eine der am meisten verkauften Versicherungen für Beamte überhaupt.
Eine Dienstunfähigkeitsversicherung hat die Aufgabe, den allgemeinen Lebensstandards des Versicherungsnehmers im Falle von Berufsunfähigkeit abzusichern. Vor Vertragsabschluss sollten jedoch die genauen Leistungen im Rahmen dieser Berufsunfähigkeitsversicherung überprüft werden. Grundsätzlich ist für Beamte darüber hinaus auch der Abschluss einer Diensthaftpflichtversicherung empfehlenswert. Dies ergibt sich aus der Tatsache heraus, dass Beamte in vollem Maße für Schäden haftbar gemacht werden können, die bei der Ausübung des jeweiligen Dienstverhältnisses verursacht werden. Eine Dienstaufsichtsversicherung kann optional als Zusatz in die Privathaftpflicht des Einzelnen eingeschlossen werden.
Natürlich spielt ebenso die Absicherung der Gesundheit auch für Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst eine große Rolle, da der jeweilige Dienstherr nur etwa 50 bis 80 Prozent der Kosten im Rahmen der gesundheitlichen Versorgung übernimmt. Hierbei hat der Einzelne grundsätzlich die Möglichkeit, besonders attraktive Tarife mit einer privaten Krankenversicherung nach Wahl zu vereinbaren.
Nach Ableistung einer vorgeschriebenen Anzahl an Dienstjahren erhalten Beamte eine Pension ausgezahlt. Zusätzlich zu dieser können Beamte durch verschiedene Vorsorgeversicherungen für die Zeit als Pensionär vorsorgen. Ebenso empfehlenswert sind private Unfallversicherungen, da die staatliche „Unfallfürsorge für Beamte“, die den gleichen Leistungsspielraum wie eine gesetzliche Unfallversicherung aufweist, kaum ausreichend Schutz bei einer Vollinvalidität oder Unfällen in der Freizeit bieten.
Rechtsstreitigkeiten, die aus dienstlichen Angelegenheiten heraus entstehen können, können durch den Abschluss einer Rechtschutzversicherung abgesichert werden.
Generell ist es vor dem Abschluss einer bestimmten Beamtenversicherung sinnvoll, einen Vergleich der Tarife und Konditionen der verschiedenen Versicherungsgesellschaften in Deutschland durchführen zu lassen. Auf diese Weise erfährt der Einzelne schnell, welche Leistungen vom jeweiligen Versicherungsträger zu welchen Konditionen angeboten werden.
