Grundlegende Informationen über eine Ausbildungsversicherung

Ausbildungsversicherungen
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Ein Studium oder eine längerfristige Ausbildung sind heutzutage ein wichtiges Kapital in die eigene berufliche Zukunft. Die meisten Eltern in Deutschland sind darauf bedacht, dass ihren Kindern möglichst viele berufliche Möglichkeiten offenstehen. Dies ist in Deutschland jedoch nur mit einer fundierten Ausbildung und oftmals mit einem Studium realistisch. Insbesondere ein Studium ist für junge Erwachsene mit hohen Kosten verbunden, die häufig von den Eltern getragen werden müssen.
Damit die beruflichen Träume des Kindes nicht an den finanziellen Möglichkeiten der Eltern scheitern, ist der Abschluss einer Ausbildungsversicherung sehr empfehlenswert.
Grundsätzlich handelt es sich bei einer Ausbildungsversicherung um eine Mischung aus Versicherung und Geldanlage, vergleichbar mit einer Kapitallebensversicherung.
Im Rahmen einer Ausbildungsversicherung zahlt der Versicherte über einen Zeitraum von einigen Jahren regelmäßig Beiträge in die Versicherungskasse ein. Das jeweilige Kapital wird abzüglich der Kosten für die Ausbildungsversicherung angelegt. Vor allem die klassische Ausbildungsversicherung investiert hauptsächlich in festverzinsliche Wertpapiere, also sichere Geldanlagen im Allgemeinen. Andere Modelle im Bereich der Ausbildungsversicherung bevorzugen hingegen fondsgebundene Wertpapiere in Aktienfonds. Nach Ende der jeweiligen Laufzeit erhält der Versicherte das Guthaben ausgezahlt. Für alle Verträge die bis Ende des Jahres 2004 abgeschlossen wurden, fallen keinerlei Steuern an.

 

Was im Rahmen einer Ausbildungsversicherung beachtet werden sollte

Falls der Versicherte vor Vertragsende sterben sollte, übernimmt der Versicherungsanbieter die Summe der noch offenen Beiträge und der Vertrag kann weiterlaufen. Natürlich steigt das Risiko des Ablebens des Versicherungsnehmers mit fortschreitendem Alter. Dies bringt es mit sich, dass eine ältere Person vergleichsweise hohe Beiträge im Rahmen einer Ausbildungsversicherung entrichten muss. Bei einigen Versicherungsgesellschaften im Bereich der Ausbildungsversicherungen ist es daher Standard, dass ab einem gewissen Lebensalter keine Ausbildungsversicherung mehr abgeschlossen werden kann, da die zu zahlenden Beiträge in keinem Verhältnis mehr zum finanziellen Ertrag der Ausbildungsversicherung stehen würden.

Die Höhe des Betrages, der nach Ablauf der Vertragszeit zur Auszahlung kommt, hängt unter anderem von den jeweils gewählten Monatsbeiträgen und der entsprechenden Verzinsung der Versicherung ab. Hierbei gilt generell, dass vergleichsweise sichere Anlageformen im Rahmen der Ausbildungsversicherung geringere Zinsen einbringen werden als risikoorientierte Anlagemöglichkeiten.

Der Versicherte sollte somit letztlich abwägen, ob er eine solide und sichere oder eine eher riskante Anlageform im Rahmen der Ausbildungsversicherung wählen möchte.
Grundsätzlich wird die jeweils vereinbarte Versicherungssumme zu einem fest vereinbarten Zeitpunkt ausgezahlt. Versicherungsgegenstand im Rahmen einer Ausbildungsversicherung ist das Leben des jeweiligen Versicherungsnehmers, bei dem es sich meistens um die Großeltern oder Eltern des Kindes handelt.
Angesichts der vergleichsweise hohen Beitragszahlungen für ältere Personen ist es grundsätzlich empfehlenswert, Paten, Onkel oder die Eltern als Versicherungsnehmer einzutragen. Die Beiträge können dennoch beispielsweise von den Großeltern gezahlt werden.

 

Kündigung oder Ausbildungsversicherung beitragsfrei stellen?

Bei verschiedenen Lebensereignissen können finanzielle Engpässe eintreten. Dies kann beispielsweise bei unerwarteter Arbeitslosigkeit oder einer Scheidung der Fall sein. Oftmals stellt sich in diesem Fall die Frage, auf welche Versicherungen vorübergehend oder dauerhaft verzichtet werden kann, um das monatliche Budget entlasten zu können.


Jeder Verbraucher, der eine Ausbildungsversicherung abgeschlossen hat und diese kündigen möchte, um das entsprechende Kapital in eine alternative Anlageform zu transferieren, sollte bedenken, dass eine vorzeitige Kündigung einer Ausbildungsversicherung oftmals mit hohen Kosten verbunden ist. Dies lässt sich damit begründen, dass einige Versicherungsgesellschaften insbesondere in den ersten beiden Jahren der Laufzeit der Ausbildungsversicherung hohe Gebühren vom jeweiligen Guthaben abziehen. Somit ist eine Ausbildungsversicherung in jedem Fall als eine langfristige Investition zu betrachten und nur mit deutlichen Abstrichen als kurzfristige Anlagemöglichkeit geeignet.


Wenn aus verschiedenen Gründen finanzielle Engpässe auftreten, kann die entsprechende Ausbildungsversicherung beitragsfrei gestellt. Nach diesem Schritt muss der Versicherte bis auf Widerruf keine weiteren Beiträge in die Versicherung entrichten. Dies lohnt sich vor allem dann, wenn beispielsweise Arbeitslosigkeit oder eine Scheidung ein vorübergehendes Loch in das monatliche Budget des Versicherten gerissen haben sollten. Wenn sich die finanzielle Situation des Versicherten entspannt hat, können die Beitragszahlungen in die Ausbildungsversicherung natürlich weitergeführt werden. Insbesondere aus finanzieller Sicht ist diese Variante für den Verbraucher deutlich günstiger als die Kündigung der Ausbildungsversicherung.