Was ist Öko-Strom?

Unter den Begriff Öko-Strom fällt elektrische Energie, die zu einem Großteil oder  ausschließlich mit erneuerbaren Energie Quellen erzeugt wurde. Ganz besonders ausgeschlossen werden hier Kohle, Erdöl und Kernkraft. Auch von großen Staudammprojekten grenzt sich Öko-Strom deutlich ab.

Der Begriff Öko-Strom ist in Deutschland nicht klar definiert. Üblich ist es jedoch, Öko-Strom als solches zu bezeichnen, wenn zumindest die Hälfte des elektrischen Stroma aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt wurde. Der Rest der Energie wird zumeist in sogenannten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen  produziert. Für den Verbraucher ist Öko-Strom heute anhand verschiedener Zertifikate erkennbar. Besonders bekannt sind beispielsweise das „Grüner Strom Label“ oder das „OK Power Label“. Auch die TÜV-Gesellschaften bieten hier verschiedene Zertifizierungen. Nicht zertifizierter Öko-Strom bezeichnet in der Regel nur eine umweltfreundlichere Energiegewinnung, beispielsweise aus Wasserkraftwerken.

Die Nachfrage nach Öko-Strom stieg in den letzten Jahren vermehrt an. Während im Jahr 2000 noch etwa 6 Prozent des Gesamtstroms aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt wurden, waren es in der ersten Jahreshälfte des Jahres 2011 fast 21 Prozent. Prognosen zeigen einen starken Anstieg in den nächsten Jahrzehnten. Auch die Politik sieht dieser Wandlung positiv entgegen und überlegt, die Energiepolitik in dieselbe Richtung zu lenken und die Atomenergiegewinnung völlig auszuschließen oder zumindest auf einen sehr geringen Anteil zu reduzieren.

 

Öko-Strom Anbieter in der Bundesrepublik Deutschland

Der erste Anbieter von Öko-Strom war die Firma Naturstrom AG. Sie wurde im Jahre 1998 gegründet und kaufte vorerst direkt bei Geothermie-, Biomasse-, Wasser-, Wind- und Solarkraftwerken. Nur kurze Zeit nachdem sich die Naturstrom AG auf dem Markt etabliert hatte, wurden die beiden Unternehmen LichtBlick und Greenpeace Energy ins Leben gerufen. Ziel war es, den Anteil des Öko-Stroms deutlich zu erhöhen. Öko-Strom wurde damals daher vor allem von all jenen bezogen, die sich auch politisch stark für die Schonung der Umwelt und die Verwendung erneuerbarer Energiequellen einsetzten. Obwohl man heute kaum noch Preisunterschiede zwischen Öko-Strom und den ursprünglichen Stromformen erkennen kann, musste man Ende der Neunziger Jahre ganz schön tief in die Tasche greifen, wenn man Strom aus erneuerbaren Energieformen beziehen wollte.

Gerade diese Entwicklung war wahrscheinlich auch ein maßgeblicher Auslöser dafür, dass sich heute sehr viel mehr Menschen für Öko-Strom entscheiden. Seit dem Jahre 2008 gibt es einen weiteren Öko-Strom Anbieter, die Clean Energy Sourcing GmbH. Dieses Unternehmen bietet seit seiner Gründung Öko-Strom für private und gewerbliche Kunden an. Bis heute haben sich noch eine Reihe weiterer Öko-Strom Anbieter einen Namen auf dem Strommarkt gemacht. Das macht die Wahl für den Verbraucher oft nicht einfach, für den neben den ökologischen Aspekten natürlich auch Vertragsbindung, Preis und viele andere Merkmale von Bedeutung sind. Ein schneller online Vergleich lohnt sich hier, zumal er über das Internet auch schnell und unkompliziert von zu Hause aus durchgeführt werden kann.

 

Energiequellen im Öko-Strom

Öko-Strom wird ausschließlich aus sogenannten erneuerbaren Energiequellen erzeugt. Heute wird hier vorwiegend auf die Windenergie, Biomasse und Photovoltaik zurückgegriffen. Weniger genutzt werden beispielsweise Wasserenergie, Biogas, Solarthermie und Geothermie. Während bis vor kurzem noch die Wasserkraft eine der häufigsten Energiequellen für die Erzeugung von Öko-Strom war, hat diesen Platz jetzt die Solarenergie eingenommen.

Wenn Stromanbieter Öko-Strom anbieten, sollte man in jedem Fall immer auf etwaige Zertifizierungen achten, denn nicht selten wird neben erneuerbaren Stromquellen auch die klassische Kraftwerksenergie in das Netz eingespeist. Die Anbieter argumentieren hier oft mit einer Art Übergangslösung.

Um die Erzeugung von Öko-Strom zu fördern, ist jedoch nicht nur der Bezug eines solchen wichtig, es muss auch mehr in die Förderung und den Bau von Neuanlagen investiert werden. Vor allem Umweltverbände protestieren daher immer wieder, dass zwar Öko-Strom verkauft, allerdings viel zu wenig für den Neubau von Anlagen getan werden würde. Nur durch einen vermehrten Bau und Einsatz von Neuanlagen können die konventionelle Stromerzeugung irgendwann verdrängt werden. Viele große Öko-Strom Anbieter stellen ihr Öko-Strom Produkt daher als eine Kombination von Kundenbelieferung und Ausbauförderung vor. Viele Anbieter stellen Ihren Kunden auch auf Aufpreis eine Investition in den Ausbau von Erzeugungskapazitäten zur Verfügung oder verpflichten sich, ihren Gewinn in den Ausbau erneuerbarer Energieerzeugungsanlagen zu investieren.