Welchen Sinn und Zweck erfüllt eine Lebensversicherung?
Grundsätzlich verbindet eine Lebensversicherung eine finanzielle Absicherung mit Rendite. Jeder, der die eigene Familie absichern möchte und zusätzlich noch etwas Geld für den Ruhestand ansparen möchte, ist mit einer Lebensversicherung gut beraten.
Insbesondere für junge Familien ist eine ausreichende Risikovorsorge von elementarer Bedeutung. Wenn der Haupternährer der Familie stirbt, geraten die Angehörigen schnell in finanzielle Nöte.
Spätestens ab einem Lebensalter jenseits der 30 müssen sich auch notorische „Berufsjugendliche“ eingestehen, dass es langsam an der Zeit ist, erwachsen zu werden. In diesem Lebensabschnitt stellt sich naturgemäß häufig die Frage nach finanziellen Sicherheiten für den Fall der Fälle. Die laufenden finanziellen Verpflichtungen, wie etwa Ratenzahlungen für einen Kredit oder Schulden für den Bau eines Hauses, müssen auch dann bedient und abgetragen werden, wenn dem Hauptverdiener etwas zustoßen sollte. Befinden sich eigene Kinder im Haushalt, muss auch deren Ausbildung finanziell abgesichert sein.
Viele Versicherungsexperten und Verwandte raten in diesem Zusammenhang immer wieder sehr schnell zum Abschluss einer Lebensversicherung, wobei es sich grundsätzlich um keinen schlechten Ratschlag handelt. Jedoch wissen nur die wenigsten Personen, dass es im Bereich der Lebensversicherungen erhebliche Unterschiede geben kann.
Worauf sollte vor Abschluss einer Lebensversicherung geachtet werden?
Auch wenn es sich bei der Kapitallebensversicherung um die mit Abstand beliebteste Versicherung der Bundesdeutschen handelt, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass diese stets die beste Wahl ist. Eine Kapitallebensversicherung sichert zwar auch die gesamte Familie des Versicherungsnehmers ab, wenn dieser vorzeitig sterben sollte; jedoch sparen Versicherungsnehmer im Rahmen dieser Police einen bestimmten Kapitalstock an, der zu einem festgelegten Zeitpunkt in der Zukunft ausgezahlt wird. Natürlich klingt dies für die meisten Personen auf den ersten Blick sehr verlockend. Heutzutage mehren sich jedoch kritische Stimmen, die eine Vermischung von Todesfallschutz und Sparleistung skeptisch bewerten. Oftmals ist diese Kombination als vergleichsweise teuer zu bezeichnen und die Rendite bei vielen Produkten rund um eine Kapitallebensversicherung sehr gering.
Laut verschiedenen Versicherungsexperten ist es vielmehr ratsam, Altersvorsorge und Todesfallschutz voneinander zu trennen. Eine reine Risikolebensversicherung sichert die Familie für den Todesfall des Versicherungsnehmers finanziell ab. Das Prinzip hierbei: Wenn die versicherte Person während der Laufzeit des Vertrages sterben sollte, wird eine vertraglich vereinbarte Summe an die Hinterbliebenen des Versicherungsnehmers ausgezahlt. Wenn der Kunde hingegen das Vertragsende erleben sollte, erlischt die Versicherung. In diesem, grundsätzlich erfreulichen Fall, sind die Beiträge zwar verloren, jedoch ist eine solche Police bereits für vergleichsweise geringes Geld für junge und gesunde Versicherungsnehmer zu haben. Beispielsweise kann sich eine 35-jährige Frau eine Versicherungssumme von 200.000 Euro bei einer Laufzeit von 25 Jahren bereits ab einem monatlichen Versicherungsbeitrag von knapp 14 Euro sichern. In diesem Fall sind die Angehörigen der Versicherungsnehmerin im Falle ihres Todes finanziell bestens abgesichert.
Trotz der vergleichsweise geringen Versicherungsbeiträge ist es in jedem Fall ratsam, dass sich interessierte Personen nicht leichtfertig für das erstbeste Produkt im Rahmen einer Lebensversicherung entscheiden sollten. Aktuelle Studien haben ergeben, dass eine Person, die einen besonders günstigen Anbieter im Bereich der Lebensversicherungen wählt, die anfallenden Kosten auf ein Fünftel reduzieren kann, ohne hierbei Abstriche hinsichtlich Leistung in Kauf nehmen zu müssen.
Für wen ist welche Lebensversicherung geeignet?
Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, sondern richtet sich entscheidend nach dem aktuellen und geplanten Berufs- und Familienstand.
Eine Risikolebensversicherung beispielsweise eignet sich besonders für sehr junge Familien, da diese besonders finanziell gefährdet sind, wenn der Hauptverdiener der Familie vorzeitig sterben sollte. In der Regel haben junge Familie noch kein Vermögen angespart, um den entstandenen finanziellen Schaden kompensieren zu können. Aus diesem Grund sollte über den Abschluss einer Risikolebensversicherung nachgedacht werden, wenn eine junge Familie finanziell versorgt werden muss. Grundsätzlich ist eine Risikolebensversicherung etwas günstiger als eine Kapitallebensversicherung, was es somit erlaubt, die eigenen Angehörigen zu besonders geringen Beiträgen absichern zu können.
Aufgrund der Tatsache, dass selbständige Personen nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, sollten diese daher privat für den eigenen Lebensabend und für einen ausreichenden finanziellen Schutz der Angehörigen vorsorgen. Beide Ansprüche können mit einer Kapitallebensversicherung erfüllt werden.
Generell gilt: Der Abschluss einer Lebensversicherung ist nur dann sinnvoll, wenn Angehörige vorhanden sind, die im Todesfall des Versicherungsnehmers andernfalls finanziell unversorgt sein würden. Der jeweilige Träger der Lebensversicherung zahlt in diesem Fall einen einmaligen Betrag an die Hinterbliebenen, während in den ersten Vertragsjahren von der Rentenversicherung nur geringe Leistungen erwartet werden können.
