Was ist eine virtuelle Kreditkarte?
Eine virtuelle Kreditkarte hat im Grunde die gleiche Funktion, wie eine reale Kreditkarte, nur hat der Inhaber hier keine physische Karte in seinem Besitz. Er bekommt lediglich die benötigten Daten zugesandt, nämlich Kartennummer, Gültigkeit, Kundennummer und Prüfziffer und kann die virtuelle Karte mit diesen Daten nutzen. Die virtuelle Karte kann ausschließlich für Einkäufe im Internet genutzt werden, nicht aber in Geschäften. Der Inhaber der virtuellen Kreditkarte hat Zugriff auf seine Karte über das Internet. Diese Form der Kreditkarte ist also nur für jemanden geeignet, der die Karte nicht in Geschäften einsetzen möchte.
Welche Vorteile bietet die virtuelle Kreditkarte?
Ein großer Vorteil der virtuellen Kreditkarte ist, dass sie sehr leicht zu bekommen ist. Sie funktioniert nicht auf Kreditbasis, sondern ist vom Handling her mit einer Prepaid Kreditkarte vergleichbar. Die Karte ist aus diesem Grund eine gute Lösung für Personen, die keine positive Schufa-Auskunft haben oder die nicht über ein regelmäßiges Einkommen verfügen. Wer also gern im Internet oder per Telefon einkauft, ist mit dieser Karte bestens bedient. Bevor man seine virtuelle Kreditkarte nutzt, muss man einen gewissen Betrag auf ein Guthabenkonto einzahlen. Sobald der Betrag gutgeschrieben ist, kann man die Karte nutzen und beliebig einsetzen. Das Guthabenkonto kann jeder Nutzer in der Regel online überwachen und weiß so stets, wie der aktuelle Stand ist.
Hier kann man auch die getätigten Transaktionen überwachen oder nachschauen. Ein weiterer Vorteil von virtuellen Karten liegt auf der Hand, sie können nicht gestohlen werden, weil der Besitzer ja nur Daten und keine Karte in seinem Besitz hat. Inzwischen haben einige Anbieter eingeführt, eine Art Dummy auszuliefern. Eine Plastikkarte, auf der alle wichtigen Informationen sind, die aber nicht nutzbar ist, sondern lediglich als Plastik-Datenträger gilt. Ist man bereit, eine recht geringe Gebühr zu entrichten, kann man die virtuelle Karte aber auch in eine Guthabenkreditkarte mit Magnetstreifen erweitern lassen. Diese kann dann durchaus an einem Geldautomaten genutzt werden.
Auch PayPal hat sich angeschlossen
Auch PayPal hat bereits im Jahre 2007 eine virtuelle Kreditkarte vorgestellt, die fürs Online-Shopping genutzt werden kann. Diese Karte nennt sich PayPal Secure Card und soll dem Kunden eine weitere Alternative zu den bisherigen Zahlungsmethoden bieten. Die virtuelle Kreditkarte sollte den Kunden die Möglichkeit bieten in Online-Shops Einkäufe zu tätigen, die PayPal nicht akzeptieren. Es wird eine Kreditkartennummer vergeben, die nur einmalig genutzt werden kann und so sollte das Shoppen noch flexibler und komfortabler werden. Diese Zahlungsmethode, die von PayPal vorgestellt wurde, funktionierte ebenso, wie eine herkömmliche Kreditkarte, allerdings aus Sicht des Verkäufers sah es wie eine PayPal-Zahlung aus.
Das vorgestellte Zahlungssystem sollte sehr sicher sein und optimalen Datenschutz bieten. Da die Nummer nur einmalig einsetzbar ist, können keine Daten gestohlen und missbraucht werden, was ein großes Plus für diese Zahlungsmethode ist. Die Daten, die für die Transaktion genötigt werden, werden nicht auf dem Computer des Nutzers gespeichert, sondern bei PayPal auf dem Zentralcomputer, was ein weiteres Sicherheitsplus ist. So können auch keine Daten gestohlen und missbraucht werden. Von der Seite der Händler bietet das zeitgleich den Vorteil, dass sie ihr eigenes System nicht mehr so intensiv absichern müssen, wie bisher.
Das PayPal-System hat einige komfortable Extras. So arbeitet es im Browser als Plug-In und kann so automatisch erkennen, wann der Anwender einen Online-Shop besucht. Eventuelle Formulare des Shops, die mit der Abrechnung zu tun haben, werden vom PayPal-System erkannt und mit den korrekten Daten ausgefüllt. Das ist bequem für den User und findet großen Anklang. Startet der Zahlungsvorgang, so wird die Einmal-Kreditkartennummer generiert und diese Zahlung sieht der Händler dann als MasterCard-Zahlung.
Kreditkarten in jeder Form
Kreditkarten sind grundsätzlich im Vormarsch, weil sie Vielfalt und Komfort bieten. Weltweit kann man die bunten Kärtchen für Zahlungen nutzen und ist immer liquide. Da nicht jeder eine herkömmliche Kreditkarte bekommen kann, weil er zum Beispiel nicht über ein festes und regelmäßiges Einkommen verfügt, oder einen negativen Schufa-Eintrag hat, Schüler oder Student ist, oder gerade arbeitslos ist, wurden alternative Formen der Kreditkarten ins Angebot aufgenommen, damit auch diese Personengruppen von der Flexibilität einer Kreditkarte profitieren können. So gibt es inzwischen Prepaid Kreditkarten, Kreditkarten speziell für Schüler und Studenten und eben die virtuelle Kreditkarte.
Aber wie bei allen anderen Formen der Kreditkarte, sollte man auch hier vor der Entscheidung, welche Kreditkarte infrage kommt, einen Online-Vergleich durchführen, um die besten Konditionen und das beste Angebot zu finden. Auch in diesem Falle bietet das Internet ganz hervorragende Möglichkeiten, die unterschiedlichen Angebote miteinander zu vergleichen und die besten Abschlussbedingungen für sich zu finden. Es sollte halt im Vorfeld geklärt werden, ob man lieber eine Prepaidkarte oder eine virtuelle Karte möchte. Das hängt sicherlich vom Einkaufsverhalten des Antragstellers ab. Wer lieber in Geschäften und Restaurants oder an Tankstellen zahlen möchte, muss sich für die Prepaid Kreditkarte entscheiden. Wer hingegen lieber im Internet einkauft oder Fan vom Telefonshopping ist, der ist mit der virtuellen Kreditkarte gut beraten, denn diese bietet hohe Sicherheitsstandards.
