Tipps rund um das Festnetz
Als Festnetz wird das gesamte örtliche Telefonnetz bezeichnet, das flächendeckend über Deutschland verbreitet ist. Unterteilt ist das Festnetz dabei in das Kernnetz und das Zugangsnetz. Das Kernnetz verbindet die einzelnen Verbindungspunkte miteinander, das Zugangsnetz stellt die Verbindung zu den Endteilnehmern her. Über 38 Millionen Festnetzanschlüsse gibt es in Deutschland, wobei der digitale Anteil bei den Anschlüssen gegenüber der analogen Telefonie überwiegt. Vielfältig sind auch die einzelnen Anbieter, die verschiedene Tarife für das Festnetz anbieten. Preise und Leistungen können stark variieren, je nachdem welchen Anbieter man wählt, deswegen lohnt sich in den meisten Fällen ein Preis- und Leistungsvergleich im Vorfeld.
Entscheidend ist auch, für was der Festnetzanschluss genutzt werden soll. Für das reine Telefonieren reicht ein normaler Anschluss aus. Anders gestaltet es sich dann schon, wenn der Anschluss auch für das Surfen im Internet gebraucht werden soll. Ein DSL-Anschluss ist dann sinnvoll, denn damit ist eine ausreichend schnelle Verbindung gewährleistet, die das Surfen für den Verbraucher erleichtert. Zudem bieten die verschiedenen Netzbetreiber Flatrates an, die zu einem festgelegten Preis, unbegrenzten Zugang zum Internet gewähren. Ein Preisvergleich macht es leichter, das richtige Angebot zu finden.
Eine Neuerung im Bereich des Festnetzes ist der so genannte NGN-Anschluss, bei dem die Telefonie, im Gegensatz zum herkömmlichen Festnetzanschluss, komplett über das Internet abgewickelt wird. Diese Technologie steckt noch in den Kinderschuhen und birgt noch leichte Probleme, was eine schnelle Verbindung angeht. Am zuverlässigsten sind immer noch die gängigen Festnetzanschlüsse.
Die richtige Wahl des Telefons für das Festnetz
Neben den normalen Telefonen, die noch über eine Schnur verfügen und nicht beliebig in der Wohnung herumgetragen werden können, wird der Gebrauch von schnurlosen Endgeräten immer beliebter. Doch auch dort gibt es große Unterschiede, was die Qualität und die Funktionen angeht. Vorab sollte man sich genau informieren, was die einzelnen Geräte können, denn manche Funktionen sind nicht zwingend notwendig. Digitale, schnurlose Endgeräte haben zudem teilweise eine sehr hohe Strahlungsrate, die über den Werten eines Mobilfunkmastes liegt. Deswegen sollte auch darauf geachtet werden, den richtigen Standort für die Basisstation zu wählen, die unablässig Mikrowellen an die Umgebung abgibt. Im Schlafbereich ist von dem Aufstellen einer Station abzuraten, da die anfallende Strahlung zu Schlafstörungen führen kann und noch keine Langzeitstudien über mögliche Gefahren für die Gesundheit vorliegen.
Wer noch ein altes CT1-Telefon besitzt, das Mitte der 90er-Jahre auf dem Markt kam, sollte es entsorgen, da diese Geräte mittlerweile verboten sind und deren Besitz ein Bußgeld nach sich ziehen kann. Die individuelle Beratung vor Ort in einem Telefonshop ist immer noch die beste Möglichkeit, um das richtige Telefon zu finden, das auch optimal zu dem jeweiligen Festnetzanschluss passt.
Ein Wechsel des Festnetzanbieters kann sinnvoll sein
Die Preise auf dem Telefonmarkt differieren von Anbieter zu Anbieter. Oft ist es gar nicht so einfach, sich in diesem Preisdschungel zurecht zu finden und das passende Angebot ausfindig zu machen. Ein gründlicher Preisvergleich zwischen den einzelnen Anbietern sollte auf jeden Fall im Vorfeld gemacht werden, bevor ein Wechsel in Betracht gezogen werden kann. Bei einem Vergleich der einzelnen Anbieter sollte aber nicht alleine auf den Preis geachtet werden. Leistungen, Kundenservice und die Beratung sollten ebenfalls berücksichtigt werden.
Hat man sich für einen Anbieter entschieden, so kann der neue Vertrag entweder telefonisch, online oder in einem der vielen Telefonshops abgeschlossen werden. Vorteil bei dem Besuch eines Shops ist, dass immer ein Ansprechpartner in der Nähe ist, falls Probleme auftreten sollten.
Wichtig bei einem Wechsel des Anbieters ist, dass nicht der Kunde den alten Vertrag kündigt, sondern der neue Anbieter das übernimmt. Dadurch entstehen keine weiteren Kosten und ein reibungsloser Übergang ist somit gewährleistet. Der neue Anbieter schaltet den Zugang frei, sobald der alte Vertrag außer Kraft getreten ist, so dass es zu keiner Unterbrechung im Festnetz kommen muss.
Grundsätzlich sollte man sich vor einem Wechsel klar machen, was der neue Anschluss leisten muss, denn in den meisten Fällen wird nicht die volle Kapazität ausgeschöpft und ein geringerer Leistungsumfang hätte auch ausgereicht.
