DSL Alternativen für schnelles surfen

Wer gern im Internet surft, weiß Geschwindigkeit zu schätzen. Mit DSL bekommt der Nutzer auch mehr Flexibilität, denn die Internetnutzung ist zum gleichen Zeitpunkt möglich, wie das Telefonieren. Leider ist in Deutschland DSL noch immer nicht überall verfügbar. Doch es gibt inzwischen viele Alternativen, zwischen denen ausgewählt werden kann. UMTS ist eine der viel genutzten Alternativen zum DSL und steht für Universal Mobile Telekommunikation System. Es gehört genau wie HSDPA zum Standard im Mobilfunk, auch 3G Standard genannt. Mit UMTS können im mobilen Internet fast alle Anwendungen, Dienste und Webseiten mit einer komfortablen Ladezeit genutzt werden. Dabei beträgt die Übertragungs-Geschwindigkeit bis zu 384 kBit/s. Das ist viermal so viel wie mit ISDN. UMTS ist von seiner Geschwindigkeit mit DSL vergleichbar.

Allerdings wird der momentane UMTS/HSDPA Netzausbau derzeit überwiegend in den Ballungsgebieten, also in den größeren Städten vorangetrieben. Hier ist zwar auch DSL fast überall verfügbar, doch es gibt Ausnahmen. Es lohnt sich also zu prüfen, welcher Anbieter verfügbar ist.  Der Test kann ganz einfach mit einem Mobiltelefon gemacht werden. Dazu muss nur die Netzsuche aktiviert und die Ergebnisse ausgewertet werden. UMTS als Alternative zu DSL heißt aber auch, immer und überall, sofern man sich im Bereich eines UMTS Netzes befindet, mobil im Internet surfen zu können. Für diese zusätzliche Mobilität sind die Kosten zwar etwas höher, aber noch vertretbar.

Fernsehen und Internet über TV-Kabel

Die Technik macht heute vieles möglich. Der TV-Kabelanschluss kann auf Grund der umgerüsteten Netze und neuer Technik weit mehr als noch vor wenigen Jahren genutzt werden. Während früher etwa 30 Fernseh-und UKW-Programme über den TV-Kabelanschluss empfangen werden konnten, hat sich das Kabel zu einer Multimedia-Pipeline entwickelt. Die neuen, digitalen Kabelverbindungen können neben Hunderten TV- und Radioprogrammen auch das Telefon und schnelles Internet in jedes Haus bringen. Voraussetzung ist, dass ein Kabelanschluss vorhanden oder zumindest verfügbar ist. Wenn  der Kabelanschluss vorhanden ist, müssen die technischen Voraussetzungen geschaffen werden. Der Kabelverstärker muss gegen solchen ausgetauscht werden, der den Rückkanal für Telefon- und Internetdaten vom Anschluss ins Netz gewährleisten kann. Der Frequenzbereich des neuen Verstärkers ist wesentlich höher.

Die alte Kabeldose wird gegen eine 3-buchsige Multimedia-Dose ausgetauscht. Die dritte zusätzliche Buchse ist für die Verbindung zum Kabelmodem, an das Computer und Telefon angeschlossen werden. Die Installation wird bei Vertragsabschluss vom Netzbetreiber übernommen. Kosten hierfür entstehen dem Nutzer nicht. Da auch bei den Kabelbetreibern der Preiskampf sehr hart ist, erwarten den Nutzer oft sehr günstige Internetflatrates bis 32 Mbit/s inklusive Telefonflatrate. Die Gebühren für den Telefonanschluss endfallen zusätzlich. Auch die Vertragslaufzeit beläuft sich gegenüber dem DSL meist nur auf 12 Monate. Damit ist der Nutzer flexibler bei einem Wechsel seines Anbieters. Internet über TV-Kabel ist also eine gute Alternative, wenn kein DSL möglich ist.

Internet über Satellit

Da es immer noch Gegenden in Deutschland gibt, wo ein Internetzugang nicht möglich ist, wurde nach neuen Möglichkeiten gesucht. Nicht ganz unbekannt ist die Datenübertragung über Satelliten. Internet über Satellit zu empfangen, ist nicht wirklich neu. Doch hatten frühere Systeme einen entscheidenden Nachteil. Die Daten wurden nur vom Internet über einen Satelliten zum Nutzer übertragen. Der benötigte Rückkanal zum Aufrufen einer Webseite oder um eine Mail verschicken zu können, lief nur über die langsamere ISDN-Leitung. Für diese Leitung gibt es keine Flatrate. Nun haben einige Anbieter diesen Service erweitert und bieten ihren Kunden auch den Rückkanal über Satellit sowie eine vollwertige Flat für alle an. Natürlich müssen die technischen Voraussetzungen geschaffen werden.

Es wird eine Satellitenschüssel mit einem Durchmesser von mindestens 80 Zentimetern benötigt. Die Satellitenschüssel muss aber über den interaktiven LNB verfügen. Im Haus wird ein Satellitenmodem benötigt, das die Umwandlung aller Daten und die Verteilung an das internetfähige Gerät gewährleistet. Es ist an Hand der erforderlichen Geräte ersichtlich, dass diese Internetverbindung nicht so kostengünstig ist. Wer jedoch anders kein Internet bekommt, wird diese Kosten sicher gerne tragen. Zwar ist die Übertragungsgeschwindigkeit nicht so schnell wie jene beim DSL, aber sie macht das Internet möglich. Das Internet über Satellit kann für viele Nutzer die perfekte Lösung sein.