Bewegungen auf dem Strommarkt
Der Strommarkt stellt sich in Deutschland her vielfältig dar. Mehr als 950 Anbieter gibt es für Strom, die deutschlandweit oder auch nur regional eigene Tarife und sehr verschiedene Angebote vorstellen. Der Strommarkt kann allerdings nicht losgelöst von der gesamten Energieversorgung gesehen werden. Der Gewinnung von Strom liegen immer verschiedene Energieträger zugrunde. Die sind einmal die konventionellen Energien. Hierzu gehören die fossilen Energien. Das sind die Kohlekraftwerke, die Ölkraftwerke, Gas-Turbinenkraftwerke und die Verbrennung Methanhydrat als Bestandteil aus der Gasverarbeitung. Zum anderen kommen Energien hinzu, die ständig wieder neu zur Verfügung stehen, die erneuerbaren oder regelmäßig verfügbaren Energien.
Zwar keine riesige Rolle, aber dennoch eine zu nennende spielen hier Müllverbrennungsanlagen, die schließlich ständig Energie liefern können. Dann treten jetzt immer massiver die erneuerbaren Energien auf den Strommarkt. Das sind Windkraft, Wasserkraftanlagen, die Solarenergie, und für die Wärmegewinnung die Erdwärme und die Biomasse. Die Kernenergie nimmt inzwischen auf dem deutschen Strommarkt eine gesonderte Rolle ein. Sie ist nach dem weltweiten Schock nach den Katastrophen in Japan, ein Energielieferant, der als Auslaufmodell angesehen werden kann.
Bewegung auf dem Strommarkt
Verschiedene Einflüsse bewegen den Strommarkt. Das sind einmal die weltweiten energiepolitischen Notwendigkeiten, die sich aus einer absehbaren Verknappung von fossilen Brennstoffen ergeben. Die Lager für Kohle und Öl sind nicht auf ewige Zeit auszubeuten, sie sind endlich. Hinzu kommt, dass gerade diese fossilen Energieträger sehr stark zur Umweltverschmutzung und zur Beeinflussung des weltweiten Klimas beitragen. Dennoch wird der Strommarkt noch lange auf diese Energien angewiesen sein, soll die ständig wachsende Nachfrage weltweit nach Energie gesättigt werden. Auf dem Vormarsch sind jedoch ohne Wenn und Aber die erneuerbaren Energien. Von diesen kann die Wasserkraft bereits als eine konventionelle Energiequelle bezeichnet werden.
Allerdings gibt es heute vielfach modifizierte Nutzungen von Wasserkraft, wie die Gezeitenkraftwerke, Wellenkraftwerke, Meeresströmungskraftwerke oder Omosekraftwerke. Deutschland hat Küsten zu den zwei Meeren Ostsee und Nordsee, die sich durch dauerhaften Wind ausgezeichnet für Windkraftanlagen eignen. Dazu kommt ein weites, flaches Hinterland, wo diese Energie noch gewonnen wird. Die Tendenz geht heute allerdings eher dahin, weiter im Meer große Windkraftanlagen zu errichten. Im Vormarsch ist ebenfalls die Solarenergie, auch wenn sie hierzulande noch nicht eine so große Rolle spielt wie Wind und Wasser.
Neben diesen energiepolitischen Einflüssen auf den Strommarkt sorgen die verschiedenen Stromanbieter mit der Preisgestaltung für Bewegung auf dem Markt. Auch die Vielfalt der Anbieter ist von den energiepolitischen Bewegungen nicht unbeeinflusst. So kommen immer mehr Anbieter von günstigem Ökostrom auf den Markt. All das hat den über Jahrzehnte recht unbeweglichen Strommarkt in erhebliche Bewegung versetzt.
Stromkunden können Markt beeinflussen
Gerade angesichts der vielen Stromanbieter haben die Stromkunden als Endabnehmer so viel Einflussmöglichkeiten wie noch nie auf den Strommarkt. Eine zunehmende Nachfrage nach erneuerbaren Energien und sauberem Strom führt unweigerlich auch dazu, dass die Vorhaben für deren Bereitstellung noch zügiger angegangen werden müssen. Auf der anderen Seite würden die Preise ohne Zweifel viel stärker explodiert sein, hätten nicht die Verbraucher durch die Entscheidung zwischen vielen Angeboten hier eine wichtige Bremsfunktion inne. Somit können Stromabnehmer in den Haushalten, aber auch im Gewerbe auf zweierlei Art den Strommarkt mit beeinflussen. Einmal können sie den galoppierenden Preisen Zügel anlegen, zum anderen können sie selbst Entscheidungen für umweltfreundlichen Strom treffen.
Beides steht heute nicht mehr im Widerspruch. Sauberer Strom aus erneuerbaren Energien wird bereits sehr günstig von vielen Stromlieferanten angeboten. Teilweise werden hier sogar Angebote vorgestellt, die den einst als billigsten Strom gehandelten Mischstrom in den Schatten stellen. Die eine Einflussmöglichkeit der Verbraucher ist so wichtig wie die andere.
Diese Einflussmöglichkeiten zu nutzen ist heute leicht. Es genügt, mindestens einmal im Jahr die Strom Vergleiche im Internet abzufragen und zu prüfen, mit welchem Angebot ein günstiger Wechsel zu vollziehen ist. Die Bereitschaft zum Wechsel von Stromanbietern hat schon enorm zugenommen. Dennoch haben manche Kunden hier noch Kenntnislücken. Es sei darum nochmals gesagt, dass ein Wechsel weder zu Problemen der Stromversorgung noch zu einem neuen Zähler oder anderen Unannehmlichkeiten führt. Er kann einfach, schnell und kostenfrei online eingeleitet werden.
